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Mit dem Schlauchboot auf Tauchgang – die wichtigsten Voraussetzungen

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Mit dem neuen Schlauchboot aufs Wasser fahren und direkt mit der Ausrüstung ins Wasser springen: So einfach sollte es sich sicher keiner machen. Ein Tauchgang ist etwas anderes als ein gemütlicher Strandausflug – und dieses Bewusstsein muss in jeder Situation auch vorhanden sein.

Das gilt besonders beim Tauchen vom Schlauchboot aus, denn die Verlockung ist ohne Zweifel groß – das Risiko allerdings noch viel größer. Selbstverständlich ist es durchaus möglich, vom Schlauchboot aus zu tauchen. Doch wie bei der Ausrüstung gilt auch hier: Der Taucher muss sein Boot kennen und bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen.


Schlauchboote und Ausrüstung – ein kleiner Überblick

SchlauchbootEs gibt tausende Schlauchboote von verschiedenen Herstellern in allen Preislagen und nur wenig Standards, die generell für alle Modelle gelten. Die wichtigsten Bauweisen sind voll aufblasbare Schlauchboote, solche mit einem festen Boden und schließlich deren Weiterentwicklung: die Festrumpfschlauchboote oder RIB. Klassischer Vertreter der ersten Kategorie ist das typische, leicht abfällig genannte

Gummiboot. Es ist in verschiedenen Preisklassen erhältlich, fürs Tauchen allerdings nur begrenzt und eigentlich lediglich auf kleinen Binnengewässern geeignet. Wer 20 Meter vom Ufer ins Wasser springen möchte, kann dies sicherlich tun. Für einen echten Ausflug sind sie aber viel zu unsicher.

Boote mit einem festen Boden sind demgegenüber ein Fortschritt und kentern nicht so leicht, eignen sich aber ebenfalls höchstens für küstennahe Unternehmungen.

RIB oder Festrumpfschlauchboote werden auch von Rettungsgesellschaften verwendet. Sie sind in einem begrenzten Maße für das Tauchen in offenem Gewässer geeignet, sofern der Ausflug sorgfältig vorbereitet und professionell durchgeführt wird. Allerdings sind die Boote bereits ohne Motor entsprechend kostspielig.

Das wichtigste Ausrüstungsstück ist natürlich ein Motor. Kein Mensch möchte vor dem Tauchen bereits seine ganze Kraft ins Rudern investieren und bei einem Notfall muss ein schneller Rücktransport durch ein Schlauchboot mit Motor in jedem Fall gewährleistet sein.

Genauso wichtig ist allerdings auch ein zuverlässiger Anker. Ohne ihn ist es kaum möglich, die Position dauerhaft zu halten. Auf dem Meer sind die Strömungen zudem häufig für Unerfahrene kaum einzuschätzen. Das Boot beispielsweise an einem Reel mitzuführen, ist ohnehin keine gute Idee. Einerseits wird der Bewegungsspielraum dadurch stark eingeschränkt und das Schwimmen erschwert, andererseits ist die Gefahr sehr hoch, dass es sich losreißt.


Eine Ankerwache, Erfahrung und Übung sind Pflicht

Taucher vor TauchgangGrundsätzlich sollte das Boot niemals unbeaufsichtigt bleiben. Das Tauchen im Schlauchboot birgt ohnehin ein erhöhtes Risiko und in jedem Fall sollte eine Person vorhanden sein, die die Lage und nicht zuletzt auch die Habseligkeiten beaufsichtigt.

Darüber hinaus ist sie auch in der Lage, Gefahren wie einen Wetterumschwung rechtzeitig zu erkennen und die Taucher nach ihrem Gang wieder aufzusammeln. Bei dem eigenen Boot sollte zudem erst einmal ausgeiebig geübt werden – der Einstieg kann sich besonders bei Vollschlauchbooten durchaus als tückisch erweisen. In Verbindung mit der schweren Ausrüstung neigen diese wegen ihrem geringen Eigengewicht zum Kentern.

Grundsätzlich ist aus zahlreichen Gründen das Tauchen vom Schlauchboot nur unter ganz bestimmten Bedingungen zu empfehlen. Dich wichtigsten sind: Erfahrung und professionelle Begleitung inklusive einer Ankerwache.

Andernfalls gilt der Grundsatz, nur dort ins Wasser zu gehen, wo der Betreffende auch ohne Boot tauchen würde und könnte und sich niemals auf das Fahrzeug zu verlassen. Selbst wenn es überflüssig erscheint, sollte trotzdem immer eine Taucherflagge gesetzt und alle Sicherheitsmaßnahmen inklusive einer wirklich festen Verankerung durch zwei Anker eingehalten werden. Das schafft die notwendige Routine für spätere Ausflüge, die irgendwann eventuell auch weiter hinausgehen.

Für Amateure und Einsteiger gilt ohnehin: Das Schlauchboot ist ein Spielzeug, dient bestenfalls der Bequemlichkeit und eignet sich perfekt zum Schnorcheln – Tauchgänge von jedem Boot sind ohne professionelle Betreuung hingegen reiner Leichtsinn, bis wirklich alle Risiken angemessen eingeschätzt werden können.

 


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